Wir sind Plan-Pate

Seit dem 17.11.2007 ist die Lars Ehrhardt & Andreas Rieke GbR Plan-Pate. Zusammen mit Plan International Deutschland e.V. unterstützen wir die kleine Emma aus Guatemala

Emma

Emma ist 7 Jahre alt und wohnt in Guatemala. Sie spricht spanisch und geht noch nicht zur Schule, da sie noch zu jung ist. Emma hat alle grundlegenden Schutzimpfungen und ist laut Angabe ihrer Familie gesund und hatte bisher keine ernsthaften Krankheiten.

Emma's Familie

Ihr Vater (geboren 1973) ist ein Farmer, ihre Mutter (geboren 1977) ist Hausfrau. Emma hat noch zwei Brüder (9 Jahre und 8 Jahre), sowie eine Schwester (2 Jahre).

Lebensbedingungen

Die Familie hat das ganze Jahr über Zugriff auf Trinkwasser im Haushinterhof. Die Familie hat eine eigene Toilette. Die nächste ärztliche Versorgung ist ca. 15 Minuten entfernt.

Situation der Kinder

Kinder haben Rechte. Gesundes Aufwachsen und das Recht auf eine Schulbildung sind vor allem für Mädchen häufig nicht gewährleistet, denn Frauen und Mädchen sind gesellschaftlich benachteiligt. Auch Kinder indigener Abstammung erfahren Benachteiligungen. Mangelernährung, Kinderarbeit und Drogenmissbrauch sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Guatemala

Gesundheit

Die medizinische Versorgung gerade der ländlichen Bevölkerung ist völlig unzureichend. Besonders problematisch ist die schlechte Ernährungslage: Eiweiß- und Vitamin A-Mangel bei Kindern gehen auf Fehl- bzw. Unterernährung zurück. Dürre und magere Löhne erlauben es den Familien nicht, nahrhafte Mahlzeiten herzustellen. In einigen Gebieten haben die Menschen kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen. Leicht zu behandelnde Darm- und Atemwegserkrankungen führen daher oft zum Tod. Die Vereinten Nationen haben Guatemala als Land mit einem sehr hohen HIV-/Aids-Risiko eingestuft.

Bildung und Ausbildung

Obwohl Schulpflicht für alle Kinder von sechs bis 14 Jahren besteht, durchlaufen nur wenige die vorgeschriebenen sechs Grundschuljahre. Durchschnittlich beträgt die Schulzeit 2,3 Jahre, in Maya-Gebieten 1,3 Jahre. Gerade in den ländlichen Regionen fehlt es an Schulgebäuden, Schulmobiliar und -material sowie an ausgebildeten Lehrern. Vergleicht man die Bildungschancen, so besteht ein erheblicher Unterschied zwischen Stadt- und Landbevölkerung, Indios und anderen Bevölkerungsgruppen sowie zwischen Mädchen und Jungen. 40 bis 60 Prozent der Landesbevölkerung sprechen eine der 21 Maya-Sprachen. Für über die Hälfte ist Spanisch eine Fremdsprache. Dies führt zu Schwierigkeiten im Bildungswesen.

Lebensumfeld

Die meisten Guatemalteken leben mit sechs bis zehn Personen beengt in dunklen, schlecht belüfteten Häusern, oft ohne Strom- und Wasseranschluss und Latrinen. Die meisten Häuser sind aus vor Ort vorhandenen Materialien gebaut, wie Lehm und Bambus für die Wände und Stroh oder Zink für die Dächer. Entwaldung hat bedrohliche Ausmaße angenommen. Weite Teile des Baumbestands wurden für Ackerland und Brennmaterial abgeholzt bzw. abgebrannt. Bodenerosion und Überschwemmungen richten jedes Jahr verheerende Schäden an, zumal kaum Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Verschmutzung des Oberflächenwassers ist ein großes Problem: Abwässer, Pestizide und Düngemittel gelangen unkontrolliert ins Grundwasser.

Einkommen

Die Landwirtschaft ist nach wie vor der bedeutendste Wirtschaftssektor in Guatemala. Die meisten Familien verdingen sich als Landarbeiter auf großen Plantagen, einige bauen für den Eigenbedarf Mais, Bohnen und andere Gemüse an. Mais, Kaffee, Zuckerrohr, Bananen und Baumwolle gehen in den Export, doch brachen die Auslandsmärkte für diese Waren in den letzten Jahren immer wieder stark ein. Der Tourismus spielt eine wachsende Rolle. Die meisten Familien bessern ihr Einkommen zusätzlich durch kleine Geschäfte, den Verkauf von Kunsthandwerk sowie Saisonarbeit auf. Viele Menschen leben von den Überweisungen guatemaltekischer Gastarbeiter, hauptsächlich aus den USA. Die extrem fallenden Kaffeepreise und die angestiegenen Erdölpreise belasten die Wirtschaft sehr.

Quelle: Plan International

PLAN Deutschland